Linda und Lui

Eine kleine Mitbewohnergeschichte…

Linda und Lui leben mit uns und bei uns und in unserem Zelt. Unser Zelt, das ist unsere Sommer-wie-Herbst-Residenz, weil es drinnen nach dem Aufwachen dicke Augen gibt. Und weil es draussen jede Menge frische Luft gibt.

Linda und Lui laden auch gerne mal Gäste ein, um “einen drauf zu machen”, schätze ich. Meist hocken sie dann alle aufeinander, tuscheln oder spielen irgendwelche Gesellschaftsspiele.

Ab und zu klettern sie auch in unsere Betten; ob sie ein warmes Plätzchen suchen oder einfach mal sehen wollen, wie das ist, in so einem Bett zu schlafen, weiss ich nicht. Linda und Lui sind nämlich Ohrenkneifer.

Natürlich sind wir vorsichtig und geben 8, dass wir unsere Mitbewohner nicht verletzen. Wenn sie über den Zeltboden krabbeln, stellen wir Umleitungsschilder für die Katzen auf. Meist halten sie sich jedoch an der Zeltdecke auf, klettern hier, krabbeln da, verschwinden plötzlich und tauchen dann an anderer Stelle wieder auf.

Wir freuen uns jedesmal, wenn wir die beiden entdecken, nachdem wir in unser Zelt gekrochen sind. “Guten Abend!”.

Linda und Lui passen auf uns auf. Sie sind zu uns gekommen, um uns zu lehren, um zu lernen, uns Gesellschaft zu leisten – und darüber freuen wir uns. Manchmal sehen sie uns an, als ob sie sich fragen, was wir denn wohl für Kreaturen sind.

Vielleicht wundern sie sich auch über uns. Vielleicht halten sie uns für verrückt, aber wahrscheinlich freuen sie sich genauso wie wir, dass wir friedlich, ohne Neid oder “Reinlichkeitsfimmel” einfach so zusammen leben können.

Und ganz bestimmt freuen sie sich, genau wie wir, dass wir uns gegenseitig respektieren. Dass wir uns gegenseitig das Recht, zu Leben zuerkennen. Dass wir im jeweils anderen ein Vollwertiges und wertvolles Lebewesen sehen, das seine Aufgabe hat und diese erfüllt, so gut es kann.

Linda und Lui sind Freunde. Wir würden sie vermissen, wenn sie nicht mehr da wären.

Gruss

der Rebell

Erster :-)

Mitakuje oyasin! 

“Shaman goes blogging” könnte mensch über dieses Blog schreiben. Aber sicherlich gibt es schon andere, schamanisch interessierte Menschen, die über dieses Thema ein Blog schreiben.

 

Hier geht es im Übrigen nicht darum, “noch ein Blog” zu schreiben.

Wie möchten hier ein Tagebuch, oder Wochenbuch – vielleicht auch Monatsbuch anlegen. Die grosse Mutter hat uns in Ihrer Weisheit 7.000 m2 Land anvertraut, die es in ein kleines Paradies zu verwandeln gilt.

Medizinrad, Schwitzhütte, Gemeinschaftskote, Heiliger Hain, Heide, Steinfelder, Obstgarten, Beerengarten, Hoch- und Hügelbeete in Permakultur sollen die Dinge sein, die unsere Freunde hier erwarten.

Wie es mit uns, mit Euch, und den Spirits weiter geht, soll hier niedergeschrieben werden. Und wenn es denn soweit kommt, sollen hier auch die Feste bekanntgegeben werden, die wir mit uns, mit Euch, und den Spirits feiern.

Die Welt ist im Wandel. Und jeder Einzelne wandelt sich selbst nach seinen Möglichkeiten. Wir wandeln uns. Wir transformieren Licht, Gedanken, Liebe, Materie – viele Menschen spüren das.

Wenn auch die Zeichen auf Sturm stehen, die “Gesellschaft” in Katastrophen, Ausschreitungen und Kriegen versinkt, sehen wir mit Zuversicht dem entgegen, was noch kommt.

Die Welt ist im Wandel. Sie reinigt sich, und wir reinigen uns. Wir lassen die Vergangenheit hinter uns, und brechen auf – in unsere Zukunft. Nur, wenn Altes stirbt, kann Neues leben. Wir sind bereit. Und wir sind nicht allein.

Mitakuje oyasin – Ich habe gesprochen!

der Brombeerrebell