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Gluckengehege

HühnerWenn Du die Eier von Hühnern einsammeln willst, tust Du das normalerweise, wenn kein Huhn auf dem Nest sitzt. Falls doch, ist das auch kein Problem – Du nimmst die Eier vorsichtig unter ihr weg, und alles ist gut.
Nun kann es vorkommen, dass sich das Huhn aufplustert, den Kopf einzieht und krächzt Dich an. Dann solltest Du vorsichtig die Hand wieder wegnehmen, denn wahrscheinlich hast Du eine Glucke!

Eine Glucke zu haben heisst, dass vermutlich in 21 – 24 Tagen kleine Küken schlüpfen werden – sofern die Eier befruchtet sind. Wenn natürlich kein Hahn dabei ist, sind auch keine Eier befruchtet. in diesem Fall kannst Du dem Wunsch der Dame, Mutter zu werden, entsprechen, indem Du Hühnerhalter in Deiner Umgebung fragst, ob sie Dir Bruteier überlassen.

Gluckengehege
Ein Gluckengehege aus wiederverwerteten Brettern und Kanthölzern.

Es ist sinnvoll, wenn Du die Dame brüten lassen willst, ihr einen ruhigen und geschützten Platz zur Verfügung zu stellen: Ein Gluckenbrutgehege.

In diesem Glucken- oder Brutgehe hat die Glucke ihre Ruhe, denn im Hühnerstall kann es passieren, dass sie vom Hahn belästigt wird, oder ein anderes Huhn auf den Eiern sitzt, wenn sie von einem kurzen Fress- und Trinkspaziergang zurück kommt. Dann setzt sie sich auf ein anderes Nest und das Gelege kühlt aus – keine Küken.

Eine Tür, damit sich die Dame mit ihren Kleinen die Beine vertreten kann.
Eine Tür, damit sich die Dame mit ihren Kleinen die Beine vertreten kann.

Über die Grösse, die ein solches Brutgehege haben sollte, gibt es unterschiedliche Meinungen. Unseres ist rd. 2 m2 gross und hat eine Tür, damit sich die Dame die Beine vertreten kann, wenn sie möchte (und die Tür auf ist, natürlich). Der Boden ist relativ weich, und wird ab und zu mit selbst gehäckselten Sträuchern, Ästen, Gestrüpp usw. ausgestreut, damit auch was zum Scharren da ist.

Zwischen der untersten und mittleren Lage wurde ein Drahtgitter eingebracht, um Einbrüche von unten zu verhindern.
Zwischen der untersten und mittleren Lage wurde ein Drahtgitter eingebracht, um Einbrüche von unten zu verhindern.

Das Gehege steht auf einem lose verlegten, 3-lagigem Kalksandsteinfundament. Auf die erste Lage habe ich durchgehend ein 4Eck-Schweissgitter gelegt (auch als Volierendraht bekannt). Diese Massnahme ist notwendig, damit sich Ratten, Marder und sonstige Räuber nicht unter dem Fundament in das Gehege graben können und das Futter, oder womöglich die Glucke und ihre Küken fressen.

Der Draht liegt ebenerdig auf der ersten Lage, darauf habe ich noch 2 Reihen Kalksandsteine lose verlegt, und das Ganze mit dem vorhandenen Aushub aufgefüllt. Zum Schluss kam noch etwas Häckselgut hinein.

Da das Gehege aus Holz gebaut ist, sollte es nicht direkt auf dem (feuchten) Boden stehen. Es bringt nicht viel, wenn die unteren Bretter, an denen der Gehegedraht befestigt ist, verrottet sind. Das Gehege bietet dann keinen Schutz mehr.

Wie ich das Gehegefundament gebaut habe, zeige ich in diesem Video: