• An- und Einsichten
  • Bücher
  • Blog
  • Ein- und Ausblicke
  • Erfahrungen
  • Handwerkliches
  • Köstliches
  • Umwandlung der bestehenden ERD-Deponie in eine GIFT-MÜLL-Deponie

    28. Februar 2010 Perma Natur
    Am Donnerstag, den 25.02.10 erhielten wir durch eine Nachbarin Kenntnis von der geplanten
    Erweiterung der nahe gelegenen Deponie auf belastete Stoffe. Die Information der betroffenen Anwohner erfolgte in der Karnevalszeit im Gemeindeblättchen, welches zudem auch noch sehr unregelmäßig ausgeliefert wird…..

    Diese Pläne lösen bei uns grosse Besorgnis aus, denn die Deponie liegt oberhalb aller umliegenden Wohngebiete. Es gibt m.A.n. keine Garantie dafür, dass sowohl das Grundwasser als auch die Luft durch den Transport und die Lagerung dieser giftigen Stoffe unbelastet bleiben. Ein entsprechendes Gutachten fehlt nach unseren Informationen ganz.

    Vom Westwind getragen werden sich- wie bisher auch der Erdstaub bei längerer Trockenheit- vermutlich Stäube der Aschen und Schlacken aus der Müllverbrennungsanlage Leverkusen auf Land und Gärten niederschlagen, wo z.T. Gemüse für den Verzehr angebaut wird oder Tiere gehalten werden, die ebenfalls als Nahrungsquelle dienen. So können für uns Anwohner zusätzliche unkalkulierbare gesundheitliche Gefahren entstehen! Eben so können Giftstoffe ins Grundwasser und auch auf diesem Weg in die Nahrungskette gelangen. Es ist ja nicht einmal eine unabhängige Kontrolle vorgesehen!

    Wir können nicht verstehen, warum dieser Giftmüll ausgerechnet auf einem Gelände endgelagert werden soll, welches über den umliegenden Wohngebieten liegt! Sinnvoller und wesentlich sicherer wäre doch ein tiefer gelegener Standort. Schon jetzt sehen wir nach jedem stärkeren Regenfall die z.T. sehr tiefen Furchen, die das abfließende Regenwasser hinterlässt. In all den Jahren ist es nicht gelungen, die Wassermassen zu kontrolieren…. Was ist der Grund dafür, dass solche Pläne durchgesetzt werden sollen, die schon der normale Menschenverstand als unvernünftig erkennen kann? Ist vielleicht auch hier der Grund dort zu suchen, wo Lobbyismus Einfluss auf politische Entscheidungen nimmt?

    Schon in den letzten Jahren habe ich mit wachsender Besorgnis gesehen, dass nicht nur Erdaushub auf die Deponie gelangte sondern auch Elekrokabel, Fliesen, Badkeramik und viele nicht mehr zu identifizierende Metallteile. Auch Unmengen von kleineren und auch grösseren Kunststoffteilen sind hier unter der Oberfläche verschwunden…. Bevor das Gelände im letzten Jahr eingezäunt wurde, sammelte ich dort gern Kräuter, weil gerade auf frischer Erde viele stark heilwirksame Pionierpflanzen wachsen.

    Seit es die ERD-Deponie gibt, geht bei und die Sonne schon eine Stunde früher unter als anders wo. Nun sollen wir auch noch hinnehmen, dass es durch die weitere Erhöhung des Geländes westlich von uns noch früher dunkel wird? Zusätzlich sollen wir dann auch noch hinnehmen, dass unser Lebensraum vergiftet wird?

    Vermutlich ist sogar geplant, dass die Anfahrt der Lastwagen über unsere Anliegerstrasse erfolgen soll, denn in dem Anrag der BAV heisst es: Die Deponie Lüderich ist über die vorhandene, asphaltierte Zufahrt “Bücheler Str.” … bereits erschlossen…”. Dann werden wir nicht nur den höllischen Lärm der schweren Kettenfahrzeuge auf der Deponie ertragen müssen, sondern auch tagsüber ohne Unterbrechung den Lärm der schweren Lastwagen, die sich vollbeladen unter Vollgas die Strasse hocharbeiten müssen.

    Ganz zu Schweigen von dem weiteren starken Werteverfall unserer Häuser und Grundstücke.

    Wenn sich Bürger gegen politische Entscheidungen wehren müssen weil sie dadurch Gefahren ausgesetzt werden, die Gesundheit und Lebensqualität bedrohen ist das sicher ein Zeichen dafür, dass Entscheidungen eben nicht zum Wohle der Bürger getroffen werden, sondern ausschließlich wirtschaftlichen Vorteilen bestimmter Interessensgruppen dienen soll.

    Und dass diese Entscheidung vom Vorsitzenden des Rheinisch Bergischen Naturschutzvereins Herrn Mark vom Hofe  auch noch befürwortet wurde, löst bei mir blankes Entsetzen aus!  Denn unseren Lebensraum teilen wir mit einigen Tierarten, die so schon auf der Liste bedrohter Arten zu finden sind. Gesehen haben wir u.A. Feuersalamander, Zauneidechsen, Ringelnattern, verschiedene Laufkäfer und viele mehr! So befürwortet also ein NaturSCHUTZverein, den Lebensraum dieser bedrohten Arten zu zerstören!

    Unsere eigenen Bemühngen, den Tieren auf unserem Land ihren Lebensraum zu erhalten und erweitern, werden zunichte gemacht, denn die Tiere wissen nichts von Grenzen, die sie einhalten müssten, um  überleben zu können, denn die ERD-Deponie ist bisher für viele Arten auch zu einem Lebensraum geworden, der nun vergiftet und damit zerstört werden soll.

    Politiker welche Entscheidungen treffen, die unseren Interessen so sehr zuwider laufen, haben wir- die wir uns unter Androhung von Strafen an alle bestehenden Gesetze halten müssen- einfach nicht verdient!

    Kategorie Ein- und Ausblicke
    Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.
    du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

    Sei der erste!

    Schreibe mir

    Schamanisches Zentrum läuft stressfrei mit WordPress | WPD
    Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS)