Für Euch - Holunder-Rosenblütenlimonade
Kurz, bevor die Holunderblüte vorbei war, wollten wir unbedingt nochmal Holunderblütenlimonade machen, nachdem die knapp 20 Liter Konzentrat (1:5 verdünnt…), die wir schon gemacht hatten, mal wieder viel zu schnell alle waren.
“Leider” fand ich nicht mehr genug Holunderblüten, um eine ausreichende Menge zu machen, also dachten wir uns: Rosenblütenblätter!
Die Rose vor unserer Haustüre blühte so prächtig, dass es sich anbot, einige Blätter von den Blüten zu nehmen und einfach auszuprobieren, was dabei herauskommt.
Heraus kam - natürlich ein ganz fantastisches Getränk, das unerwarteterweise NICHT milchsauer vergoren ist, sondern langsam zu Wein wird. Oder werden würde, würde es lange genug halten…
Ob es an den Rosenblütenblättern liegt..?
Hier also das Rezept:
3 kg Zucker
10 l Wasser
200 g Holunderblüten (ohne Stängel)
200 g Rosenblütenblätter
250 ml Zitronensaft (frisch gepresst)
Zubereitung:
3 Liter Wasser zum kochen bringen, den Zucker reinschütten, umrühren, bis der Zucker ganz aufgelöst ist.
Zuckerwasser etwas abkühlen lassen und in ein geeignetes Gefäss schütten. Ich habe ein 30 Liter Gärfass genommen, das ist praktisch, weil es eine grosse Öffnung hat, um später die Blütenblätter wieder rauszuholen
Das restliche Wasser dazuschütten, die Blüten einrühren und schliesslich den Zitronensaft dazu.
Wichtig: NIEMALS MIT DEN HÄNDEN IN DIE FLÜSSIGKEIT!
Mit einem überbrühten Holzlöffel wird jetzt kräftig gerührt und gestossen, bis die Blüten alle vom Wasser bedeckt sind. Deckel und Gärverschluss <– WICHTIG! GÄRVERSCHLUSS! drauf und schön warm, am besten in die Sonne stellen.
Nach ca. 3 Tagen kann zum ersten Mal probiert werden.
Nach spätestens 7 Tagen sollten die Blüten mit einem Plastiksieb abgefischt werden. Sobald der Geschmack stimmt (Geschmackssache…), wird die Limonade erhitzt (bis es leicht schäumt) und dann in Flaschen abgefüllt.
Das erhitzen “tötet” die Limonade, das heisst, der Prozess, der hier im Gange ist, wird gestoppt, und die Limonade im “Ist-Zustand” “eingefroren”, sprich, konserviert.
Du kannst natürlich einen Teil weiter vergären lassen, um zu sehen, was passiert.
Sollte die Limonade nach “Sauerkraut” riechen, oder nach “Erbrochenem”, ist das NICHT SCHLIMM! Dann ist eine milchsaure Vergärung im Gange, auf der Limonade wird sich dann eine weisse Schicht bilden, das sind sogenannte “Kahmhefen”, wie sie auch beim selbstgemachten Sauerkraut entstehen.
Dem Geschmack tut das keinen Abbruch, im Gegenteil: Nach Lust und persönlichem Geschmack verdünnt, ist dieses Getränk IDEAL für heisse Tage, es erfrischt wunderbar und löscht sehr nachhaltig den Durst.