Ein kleines “Über uns”…
Wir (er)leben im Andersland
Deutschland, Nordrhein-Westfahlen, Bergisches Land, in Overath -> Untereschbach -> Steinenbrück (so heisst der Ortsteil) auf einem “Berg” in der Nähe eines stillgelegten Bergwerks, keine 200 Meter von einer Erddeponie entfernt.
Wir konnten vor einigen Jahren rd. 7000 m2 Land kaufen, vorher stand dort eine Fichtenmonokultur (das sollten mal Weihnachtsbäume sein - irgendwann wollte aber keiner mehr 20 Meter hohe Weihnachtsbäume haben, komisch…), die vor ca. 5 Jahren abgeholzt wurde.
Die Stämme wurden natürlich abtransportiert, die Äste blieben liegen. Da wir alles “von Hand” machen, ist alles mit Brombeeren zugewachsen, nach und nach sind auch ein paar junge Bäume gesprossen, die wir jetzt nach und nach freischneiden.
Der Boden ist leider richtig sauer (durch die Fichtennadeln) und wenig fruchtbar (da wuchs halt nix anderes als Fichten, und Fichtennadeln geben keine gute Erde…), ausserdem sehr schwer und lehmig (meistens brauchts ´ne Spitzhacke, um da irgendwie ein Loch zu graben…)
Mittlerweile haben wir den Boden stellenweise aufgelockert und verbessert, die ersten Früchte durften wir schon ernten, aber eben alles noch nicht so toll.
Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal Mist ausbringen können, der eigentlich ein Jahr liegen soll, ich habe den Mist dann einfach untergegrubbert und das Ergebnis ist kein Vergleich zu vorher
Die Ziegen sind dabei sehr wertvolle Helfer, einmal, weil sie die Brombeeren entlauben und zum Teil abfressen, so dass wir besser freischneiden können, und dort, wo wir freigemacht haben, aber immer noch Brombeerwurzeln sind (Speicherwurzeln dicker als meine Faust!), fressen sie die aufkommenden Ruten gleich wieder ab.
Der Mist, den sie produzieren, ist natürlich reines Gold für uns, wie gesagt - dort, wo wir dieses Jahr Mist eingebracht haben, wachsen endlich auch geniessbare Knollen und Früchte, im Gegensatz zu vorher, wo alles klein, hart und madig war ^^
Wir wollen hier wieder einen kleinen, natürlichen Kreislauf entstehen lassen, in dem wir nicht Chef, sondern Teil des Ganzen sind, und uns als Hüter, nicht Herrscher der Natur verstehen.
Klingt sehr gut!
Wir verfolgen ja einen ähnlichen Traum - aber das wisst ihr eh. Ohne Tiere halt.
Bei uns sind die Tiere vorallem unsere freundlichen Helfer, um den Boden zu verbessern